Spanien September 2022 (Camino del Norte) Teil 3

Hurra, es geht wieder los! Nach langer Corona – Pause möchte ich die letzte Etappe des Camino del Norte in Angriff nehmen. Das wird auch langsam Zeit, Etappe 1 habe ich in 2015 begonnen und Etappe 2 in 2017. Wie doch die Zeit vergeht. 🙂

Am 12.09.2022 geht der Flieger nach Bilbao und am 13. fahre ich mit dem Bus nach Navia. Dort nehme ich noch drei mir bekannte Etappen unter die Füsse um dann von Ribadeo nach Santiago aufzubrechen. Am 28.09.22 geht es wieder zurück.

(Wer möchte kann gaaaanz unten kommentieren)

Fazit: Ob ich es wieder tun würde? Na klar aber ob ich nochmal einen Camino nehmen werde weiß ich noch nicht. In 2019 war ich im Süden Portugals unterwegs, da gab es keine Pilger. Also sind die letzten Erfahrungen aus 2018 und scheinbar hat sich da einiges getan. Sowohl bei den Pilgern und auch bei mir.

Die mir auf diesem Weg aufgefallene Rücksichtslosigkeit war mir bislang unbekannt. Auch gab es nicht die Gemeinschaft die ich in den vergangenen Jahren so geschätzt habe. Die üblichen Fragen, woher kommst du, wo bist du gestartet, wo gehst du heute hin, können einem schnell überdrüssig werden.

Den Weg geht man eh für sich und das habe ich auf den 248KM ab Navia auch getan. Ich habe jeden einzelnen Schritt den ich in Ruhe machen konnte genossen. Hatte ich intensive Begegnungen? Ja,- vor allem mit mir selbst.

Den „Camino del Northe“ habe ich jetzt komplett durch. Zwar in drei Teilabschnitten aber anders war es zeitlich nicht möglich. Es sagte jemand „Das letzte Stück kann man machen muß man aber nicht“. Klar ist es krass wenn man vom Meer ins Landesinnere abbiegt aber auch dieser Abschnitt bietet tolle Landschaften und herrliche Fernsichten. Allerdings muß man dafür erstmal hoch. 🙂

Tag 15 4,8KM Monte del Gozo – Santiago

Ich habe fertig!

Nach gut durchgeschlafener Nacht und nicht so schönen Aufwachen um 6:30Uhr, ihr kennt das schon, hab ich mich bis 9Uhr noch ein wenig im Kreis gedreht und bin dann nach Santiago geschlendert.

Ich habe ein Zimmer in einem Hotel keine 100m von der Kathedrale entfernt gebucht. Das stand allerdings erst ab 15 Uhr zur Verfügung aber ich konnte meinen Rucksack dort schon mal deponieren. Fühlt sich gleich viel lockerer an das Ganze und ich hatte somit die Gelegenheit um 12Uhr am Pilgergottesdienst teilzunehmen. Mit Rucksack ist das unmöglich den darf man nicht mal mehr in der Nähe der Kathedrale abstellen. Egal, ich bin drin und hab ein riesen Glück, der Weihrauchkessel wird geschwenkt. Das ist außerordentlich beeindruckend wenn das riesige Teil, von 6 Mönchen bewegt, über die Köpfe hinweg fliegt. Gebt mal bei youtube „Weihrauchkessel Santiago de Compostela“ ein ihr werdet beeindruckt sein.

Zum Zeitvertreib bin ich noch ein wenig durch die Stadt geschlendert, hab was gegessen und mir das Treiben auf dem Platz vor der Kathedrale angeschaut. Einige Pilger laufen da ganz schön fertig ein. Übrigens haben meine Schuhe funktioniert ich habe nicht mal den Ansatz einer Blase.

Bis zum 28.09.22 hab ich jetzt noch Zeit die Stadt zu genießen und z.B. den „Schattenpilger“ zu entdecken.

Rechts in dem Torbogen ist der Eingang zum Hotel, schön zentral.
Pilgermesse
Dieses Tor ist nur in einem heiligen Jahr offen. Wer durchgeht wird von allen Sünden befreit. Ich bin jetzt sauber. 🙂
Endpunkt der Reise auf dem Platz vor der Kathedrale.

Tag 14 17,8KM o Pedrouzo – Monte del Gozo

Wo sind all die Pilger hin, wo sind sie geblieben?

Wider erwarten war die letzte Nacht mega ruhig und ich habe mein kuscheliges Hotelbett bis um 9 Uhr genossen. Gestern war ich auch nicht großartig unterwegs es gab eh nichts zu entdecken. Also hab ich mir was zu essen im Supermercado gekauft und hab in der Pension gegessen.

Nach dem traditionellen Espresso hab ich mich auf den Weg gemacht und war überaus erstaunt ob der Ruhe auf dem Weg. Vielleicht lag es daran das ich erst gegen 10 unterwegs war, es war echt nichts los, kein Vergleich zu gestern. Später wurde es etwas voller aber auch alles im Rahmen. Ich hatte mehrere Passagen auf denen ich meine Ruhe finden konnte.

Da ich schon ein Bett gebucht hatte und das erst ab 15 Uhr zur Verfügung stand konnte ich wie gewohnt trödeln. Hier und da mal eine Pause gemacht und in den Bars gab es auch keine Staus. Untergekommen bin ich ca. 5KM vor Santiago. Hier gibt es zwei Herbergs Komplexe mit über 2000 Plätzen. Ich habe den privat geführten Bereich genommen in der Hoffnung auf Ruhe und Sauberkeit. Es hat gerade eine Liveband angefangen zu spielen, soviel zum Thema Ruhe. 🙂 Die Zimmer verfügen über 4 Doppelstockbetten und sind sauber was man von den Toiletten und Duschen nicht sagen kann. Macht aber nichts von so manchem Festival bin ich einiges gewohnt.

Warum ich die letzten Kilometer nicht nach Santiago gelaufen bin? Ich wollte die Erfahrungen der letzten Kilometer selber machen um mir eine Meinung bilden zu können. Zum anderen kenne ich Santiago schon und der Rückflug geht erst Mittwoch da könnte es schon langweilig werden.

Jetzt geh ich erstmal die Band anschauen.

Von wegen Band, das war eher ein Flashmob. Ca. 200 Leute mit zig Instrumenten haben Musik gemacht.

Dafür das das hier so riesig ist sind relativ wenig pilger da.

Da mach ich dann auch einen Haken dran. 🙂
Erster Blick auf Santiago.
10KM bis Santiago.
Aha, da sind sie ja.

Tag 13 32,5KM Boimorto – o Pedrouzo

Gestern schrieb ich „……wenn mein Plan funktioniert“. Hat er natürlich nicht und jetzt bin ich ziemlich im Eimer. 🙂

Gestern war ich ja schon sehr früh in einer privaten Herberge. Gegen 19 Uhr bin ich dann langsam mal ins Dorf Essen fassen. Vorher braucht man es hier garnicht erst zu versuchen. Dumm nur das der erste Laden geschlossen war, der Zweite hatte nur Chips aber beim Dritte hatte ich Glück. Um 19:30 Uhr dort angekommen hat die Küche schon um 20:00 Uhr geöffnet. Hurra, Zeit genug die Speisekarte auswendig zu lernen. Ich hab mich für einen Salat und gegrillte Schweinerippchen mit Pommes entschieden. Diese wurden im Restaurant live gegrillt und waren schon um 20:50 Uhr fertig. Der Salat hätte schon für eine ganze Familie gelangt aber als die Rippchen kamen bekam ich es doch mit der Angst zu tun. Der Kellner meinte das es auch noch Nachschlag geben könne, ich fragte zurück ob er mich umbringen wolle.

Die Wartezeit aufs Essen habe ich genutzt um ein wenig im Wanderführer zu blättern und bekam den ersten Schock. Meine App hat die heutige Etappe falsch berechnet. Es sind nicht 22KM sondern über 30,- oha, vorgebucht hatte ich ja schon, das rächt sich jetzt. Schock Nummer zwei kam wenig später per Mail. Die Pension teilt mir mit das ich bis max. 16:30Uhr eingecheckt haben muss. Also 30KM unter Zeitdruck,- mal was anderes, pilgern auf hohem Niveau. Meine Laune war dann auch garnicht mehr soooo gut.

Gegen 22Uhr war ich in der Herberge und habe mich gefreut das nur ein weiterer Pilger in dem Sechsbettzimmer zu sehen war. Echt gut da lässt es sich schön schlafen. Ging aber nicht weil in mir ein halbes Schwein werkelte. Nachts fing es an zu regnen und irgendwie tropfte es neben dem Fenster auf ein Blechfass. Ohrstöpsel halfen nicht mehr, vielleicht wäre Bauschaum das Mittel der Wahl gewesen.

Da ich eh nicht schlafen konnte bin ich um 6:15Uhr hoch und um 6:30Uhr, ohne Frühstück, auf der Bahn. Im Stockdunklen funzelte mir meine Stirnlampe den Weg. Nach 10 KM habe ich Arzua erreicht, gern hätte ich die Sonne wo gerade aufging fotografiert aber da war ein Fussballstadion im Weg. Dort bin ich auf den französichen Weg gestoßen und ab da wollte ich sofort nach Hause. Neben den „normalen“ Pilgern gesellt sich alles mögliche an weiteren „Interessierten“ und man hat das Gefühl man wird überrannt. Es gibt Verkaufsstände am Wegesrand mit allerlei unnützen Zeugs, ein Musikuss gab seine nicht vorhandene musikalische Früherziehung auf einer Flöte zum besten und in den Bars steht man Schlange. Nichts mehr mit Pilgerromantik.

Jetzt bin ich in der Pension 23, teile mir ein Bad mit der Etage, die Zimmer sind mega hellhörig und nebenan ist eine Familie mit Baby eingezogen. Was das wohl wieder wird.

Pedrouzo besteht eigentlich nur aus Unterkünften für Pilger und diese tummeln sich in der City. Irgendwie hab ich da nicht viel Lust drauf. Nachher besorge ich mir noch ein Salatblatt und gehe, am besten noch vor dem Baby, früh schlafen.

Einen schönen Ausblick hats aber scho gell?
Bar aus Bierflaschen gebaut.

Tag 12 12,5KM Sabrado – Boimorto

Guuuuten Morgen. Heute schreibe ich schon um 8:30Uhr, nach bestens durchgeschlafener Nacht.

Respekt liebe Piligrinos/nas, ihr könnt also doch leise! Oder habt ihr Angst in die Hölle zu kommen wenn ihr im Kloster zu laut seit?

Wenn heute alles klappt hab ich tatsächlich nur 12KM. Auf jeden Fall habe ich schon mal ein Bett gebucht. Ist eigentlich nicht meine Art da man vorher nicht wissen kann was der Weg für einen bereit hält. 🙂

Die heutige Etappe fing recht vielversprechend an zog sich dann doch über etliche Kilometer entlang einer Hauptstraße mit vielen LKW und die ballern hier ordentlich um die Ecken. Um 12:30 Uhr war ich schon in Boimorto und die Herberge öffnet erst um 15 Uhr. Es ist also Langeweile angesagt da der Ort sehr klein ist und ausser ein paar Bars nichts zu bieten hat. Noch langsamer und noch mehr Pausen konnte ich nicht machen um später hier zu sein.

Bis 14:15 Uhr habe ich die Zeit in einer Bar verbracht um dann mein Glück in der „Albergue Casa de Gandara“ zu versuchen. Nach zweimaliger Klingelei hat mir die Hospitalera geöffnet und ich habe sie mit einem fröhlichen „Ultreia“ begrüßt. Da dieses Wort vorn an der Haustür stand wusste sie scheinbar um dessen Bedeutung. Da ich wohl einer der wenigen Pilger war der diesen uralten Gruß benutzt hat sie mich mit einer Umarmung hereingebeten. Die Bedeutung von „Ultreia“ könnt ihr gern mal googeln.

Es ist eine kleine private, sehr saubere Herberge mit einem Garten in dem man relaxen kann. Ich habe ein einzelnes Bett in einem Zimmer mit sechs Betten. Bislang ist noch nicht viel los, schaun wir mal ob das so bleibt.

Die Zeit in der Bar habe ich genutzt um für die letzten beiden Etappen vorzubuchen sonst wird das wohl schwierig mit den Unterkünften. In Arzua treffen insgesamt drei Jacobswege aufeinander und zudem ist auch noch Wochenende. Wenn mein Plan funktioniert bin ich am Montag in Santiago. Leider einen Tag zu früh, mein Flug geht erst am Mittwoch, aber dort ist es leichter sich die Zeit zu vertreiben.

Hier werden gerade die Hobbypilger ausgeladen.

Tag 11 29,4KM a Lago – Sobrado dos Monx

Den gestern erwähnten zweitägigen Anstieg hab ich in einem Rutsch hingelegt, gewollt? Nö.

Heute hat sich der morgendliche Trubel relativ schnell aufgelöst da nur ca. 10 Pilger in der Herberge waren. Also schön bis 8:45 Uhr im Bett geblieben, ist ja heute mit 12KM überschaubar. Nach der Espresso eingenommen war habe ich mich auf den Weg gemacht. Nach ca. 1,5 Kilometern fiel mir ein das ich noch mein Trinksystem kontrollieren wollte. Mein Schlafsack ist seit ein paar Tagen irgendwie feucht. Das wurde auf den Schweiss geschoben der den Rücken runter läuft. Ist zwar so noch nie passiert aber man kann dem ja erstmal glauben schenken. Also Rucksack runter und siehe da das Trinksystem das in einer Tasche zwischen Rücken und Rucksack steckt ist undicht geworden. Da es auf den bis zu 29 KM nichts einzukaufen gibt bin ich wieder zurück und hab mich mit Wasser eingedeckt.

Nun konnte es ja endlich auf die Reise gehen. In traumhafter Langsamkeit habe ich noch traumhaftere Natur genossen. Bis a Roxia, und da war dann nicht mehr so spaßig. Aus der Ferne sah ich frisch gewaschene weisse Bettwäsche im Wind flattern,- herrlich. Das in dem mini Dorf die Herberge ausgebucht sein könnte kam mir gar nicht in den Sinn. Halb so wild, gibt ja noch eine öffentliche. Ich also den Kilometer dorthin um festzustellen das es dort so versifft war das die Bettwanzen Tango tanzen. Also blieb mir nichts anderes übrig als die volle Etappe unter die Füße zu nehmen. Eigentlich wollte ich ja erst morgen hier sein.

Bis auf eine zweistündige Strassenetappe war es traumhaft. Klar sind fast 30KM kein Pappenstil aber mit meinen Schuhen läuft es sich fantastisch. Untergekommen bin ich in einem Kloster mit 120 Betten. Das hatte mich ein wenig nervös gemacht, ich hatte schon mal das Vergnügen. Aber nix da, es sind einzelnen Kammern mit 10 Betten, alles überschaubar. Um 22 Uhr wird die Tür abgeschlossen und morgen früh muss man bis um 8 raus sein.

Jetzt hab ich mir gerade Pulpo und Pimentos de Patron gegönnt. Die Etappe heute hat meine Planung ein wenig über den Haufen geworfen, wo ich morgen lande weiß ich noch gar nicht. Auf jeden Fall bin ich in der 100KM Zone vor Santiago. Die Unterkünfte werden mehr, die Pilger allerdings auch und das erheblich. Dabei bin uch noch gar nicht am französischen Weg angekommen. Der nordische stößt auf ihn in Arzua. Dann wird es richtig voll.

Die 100KM Zone bedeutet das man ab da zwei Stempel pro Tag braucht um die Compostela zu bekommen. Viele laufen auch nur die 100KM denn das ist das Minimum das es braucht um die Compostela zu bekommen. Ich denke ohne vorher was zu reservieren kommt man nicht mehr weiter. Wir werden sehen.

Und die Preise ziehen hier auch deutlich an musste ich gerade feststellen. 🙂

Los Wegos fantastiko.
Los Wegos nicht ganz so fantastiko.

Tag 10 14,6KM Baamonde – Albergue a Lago

Gibt es heute wieder was Lustiges? Selbstverständlich, dazu später.

Heute Morgen habe ich krampfhaft versucht als letzter die Herberge zu verlassen. Aber ihr kennt das ja schon spätestens um 6 ist man hellwach. Gegen 8 Uhr bin ich dann raus zwecks Espresso und Croissants. Um 8:30Uhr hab ich mich auf den Weg gemacht. In Baamonde kann man sich zwischen zwei Varianten entscheiden. Die eine ist länger und geht durch die Natur, der andere Weg geht erstmal ein ganzes Stück an der Straße entlang. Ich hab den längeren Weg genommen und wurde für den ganzen gestrigen geteerten Tag entschädigt. Es ging zum Teil durch Eichenwälder im sanften auf und ab. Da ich ein wenig „Gas“ rausnehmen muß um nicht zu früh in Santiago zu sein (mein Rückflug geht am 28.) hab ich mich für eine 15KM Etappe entschieden.

Später zu starten hat den Vorteil das die meisten Pilger vor einem sind und die die nachkommenden noch weit genug weg. Somit laufe ich fast immer allein und kann die Ruhe und Natur genießen, auch die Autobahn ist heute weit weg.

Ich bin jetzt in der Albergue a Lago gelandet, war auch so geplant. In einem Kaffee davor hieß es schon „ohne Reservierung wird das nix“. Man soll sich von so was nicht anstecken lassen. Das Ergebnis kennt man erst wenn man selbst da war. Und siehe da,- kein Problem ich hab sogar eine doppelt so große Matratze wie sonst. Warum? Keine Ahnung. Auf jeden Fall gibt es hier nichts ausser dieser Herberge. Der Chef ist mega gut drauf, spricht englisch, hat anbei einen kleinen Supermarkt, eine Bar und Abendessen gibt es schon um 18:30 Uhr. Er weiß was Pilger brauchen!

Und jetzt das Lustige: Heute Morgen hatte ich den Hauch eines Verdachts das mein Rucksack um 300gr leichter ist als gewohnt. Der Verdacht hat sich hier dann bestätigt ich hab nämlich meine komplette Reingiungs und Pflegetasche vergessen. Dumm gelaufen aber lösbar. Und wer in Spanien schon mal Taxi gefahren ist weiß was auf einen zukommt. Die Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrezungen sind eher Auslegungssache. Ca. 30KM Abenteuer pur für 17,-€ da kann man doch nix sagen und meine Sachen habe ich auch wieder. Vor lauter Freude hab ich 20,-€ gegeben, immerhin waren auch meine Medikamente dabei.

Die nächsten zwei Tage wird es spannend. Es geht stetig bergauf bis zum höchsten Punkt des Camino del Northe. Da frag ich mich gerade ob ich meine Klamotten anstatt heute lieber nach dem Gipfelsturm hätte waschen sollen?

Tag 9 20,7KM Vilalba – Baamonde

Gestern wunderbar geschlafen in meinen beiden Hotelzimmern. Auwachen, starten, laufen alles bestens.

Heute mal ein paar Sätze über die romantische Vorstellung des pilgerns. Wenn ich über das Pilgern erzähle leuchten meistens die Augen des Gegenübers und man bekommt gern den Satz „oh wie toll das wollte ich auch schon immer mal machen“ zurück. Also, entweder die Sachen gepackt und Abmarsch oder Klappe halten. So romantisch ist es gern mal nicht. Klar will man mit den gemachten Fotos zum Ausdruck bringen wie toll alles ist aber was sich im Rücken abspielt sieht oftmals anders aus. So ist das vernommene Rauschen garnicht das Meer sondern die Autobahn.

Wege entstehen in dem man sie geht. Und so sind die Strecken auch entstanden. Menschen ließen sich nieder und verbanden sich über Wege. Handel, Militär, Pilger usw. haben die Wege genutzt und immer weiter ausgebaut zu dem was sie heute sind. Deswegen laufen viele Strecken in der Nähe größerer Straßen. Das ist nicht immer so aber immer mal wieder.

An solchen Tagen heißt es durchhalten, es ist langweilig, heiss, hart für Füsse, Gelenke und Sehnen. Wenn es dann auch noch keine Möglichkeit der Einkehr gibt kann schon mal die Frage aufkommen „warum mache ich den Scheiss überhaupt“? Aber als erfahrener Pilger weiss man, das wird auch wieder besser.

Angekommen in Baamonde erstmal ein Bett für 8,-€ gesichert, nach dem gestrigen Patzer muss heute gespart werden. 🙂 64 Betten gibt es hier insgesamt, das wird spannend.

Und wenn der Tag schon abgeschlagen ist …… Was macht man denn so wenn man schon früh in der Herberge ist? Z.b. darauf warten das die Restaurants öffnen und das ist, in den meisten Fällen, nicht vor 20:00 Uhr. Heute war die Freude besonders groß da es in diesem Dorf zwei tipitopi Restaurants gibt. Und siehe da,- beide geschlossen. Eines wegen Urlaub und das andere wegen Renovierung. Die hätten sich ja mal absprechen können. Glücklicher weise gibt es noch eine Alternative. Ich hatte mich schon so auf Pulpo gefreut.

Noch 100KM bis Santiago.

Tag 8 22,2KM Gontan – Vilalba

„Das Wandern ist des Müllers Lust“ und meines auch. Über das Theater in den Herbergen wollt ihr wohl nichts mehr hören. Nur Einen noch: Um 6 wurde der Glascontainer vor der Herberge geleert ab da war eh alles egal. 🙂

Die Region in der ich zur Zeit bin wird als Flachland Galiciens bezeichnet und das ist nach der gestrigen Etappe auch gut so. Es ließ sich ohne größere Anstrengung gut laufen. Das Wetter ist herrlich sonnig, 23°C bei leichtem Wind. Es gab zwei Möglichkeiten der Einkehr von denen ich gern Gebrauch gemacht habe. Dort trifft man „alte Bekannte“ und lernt neue Gesichter kennen. So eine Bar ist wie das Kommunikationszentrum des Weges. Für die Einheimischen sowieso, die nehmen ihren Kaffee grundsätzlich dort ein.

Auf Grund des Schlafmangels habe ich mir gestern übelegt das es schlau wäre mal ein Hotelzimmer zu buchen. Ich weiß nicht warum es in dieser nichtssagenden Stadt ein Parador-Hotel gibt aber das ist in einem alten Wehrturm der Stadtmauer untergebrach. Ein Zimmer wurde mit 85,-€ beworben. Luxus kostet halt und ist ja Urlaub. Als ich dann bei booking.com kurz vor Abschluss stand lag der Preis bei 125,-€ und das dafür das ich eigentlich nur schlafen will? Nö. Da ich schon auf booking war habe ich mir ein Zimmer im Villa-Alta genommen. Start bei 35,-€ gebucht für 55,-€ am Tresen hätte es 40,-€ gekostet, immerhin mit Frühstück und WLAN. Wie der Laden eine Bewertung von 9,0 bekommen hat ist mir schleierhaft. Egal, es erfüllt seinen Zweck, ich werde bestimmt ruhig schlafen und die Dusche hatte ich auch nur für mich,- ein Traum. 🙂

Das Highlight des Tages (wobei der ja noch garnicht zu Ende ist) ist der Spruch auf einer Holzwand an einer Autobahnüberführung. Mein erster Gedanke war „Sonderschule oder Übersetzungsprogramm kaputt“ aber nix da der Spruch passt zu 100% und ich bin voll dabei.

Aaaaaaalter, ich hatte im falschen Hotel eingecheckt, geile Story später mehr. 🙂

Ich schau mir die morgige Etappe auf Google Maps an und sehe durch Zufall das mein „echtes“ Hotel 200m weiter liegt. Also Sachen gepackt und wieder los ins nächste Hotel. Das ist picobello, alles bestens. Aber irgendwie doch ein schlechtes Gewissen weil geduscht und ein wenig geschlafen hab ich ja doch in der ersten Bude. Ich also wieder zurück und hab dem Kollegen den Fehler erzählt. Der bestand erstmal auf die volle Bezahlung des Zimmers, mit meinem 10er war er nicht einverstanden. Wir haben uns dann nach längerer Diskussion auf 20,-€ geeinigt mit den Argumenten das ich auch hätte abhauen können und garnichts bezahlt hätte (dafür ist die Stadt aber zu klein) und ich ihm meine Buchung vorhin auf dem Handy gezeigt habe und er auch nicht geschnallt hat das es nicht um seine Hütte ging.

Lerne,- wenn das Hirn abgekocht ist genauer hinschauen. Die Namen der beiden Hotels ähneln sich. Das buchen wir dann mal unter Lehrgeld ab. 🙂

Schönes Selfi mit Leitmotiv. 🙂
Himmel über Vilada.
Der morgendliche Einstieg in den Weg.
Schöner Rastplatz im Schatten.
So gehört das.

Tag 7 23KM Lourenza – Gontan

Letzte Nacht und heute Morgen war wieder eine Katastrophe. Mir bleibt es weiterhin unverständlich warum die Menschen so dermaßen rücksichtslos geworden sind. Für die morgige Nacht habe ich mir ein Zimmer im Hotel gebucht um mal vernünftig schlafen und meine Privatsphäre genießen zu können.

Heute waren es 24KM die es in sich hatten. Bis Mondonedo lies sich alles gut laufen, wobei ich sagen muß das ich Vormittags eher schlendernd unterwegs bin. Die Stadt hat eine hübsche Kathedrale und einen Marktplatz an dem man auch Sonntags trinken und essen kann. So getan habe ich mich für die kürzere und landschaftlich reizvollere Route entschieden. Es gibt, auf dem Camino, immer mal wieder alternative Strecken. Es hieß aber schon das die Strecke nicht so ganz ohne sei. Ein Stück hinter dem Ort ging es los ein fröhliches bergauf und das für die nächsten 1,5 Stunden. Wie schrieb ich auf der Bergrüssungsseite „….an seine Grenzen gehen und mal darüber hinaus“. Heute war so ein Tag.

Nach mehreren Pausen habe ich es geschafft. Oben angekommen wird man mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Es gab (womöglich) Wildpferde und Greifvögel die in der Thermik kreisten zu sehen. Oben zog sich der Weg dann noch etliche Kilometer, ohne Schatten, bis Gontan. In diesem winzigen Ort gibt es eine öffentliche Herberge für 7,-€ das Bett, incl. Dusche. Da ich gesehen habe das die meisten Pilger in den 1KM entfernten Ort Abadin ziehen dachte ich mir es sei schlau hierzubleiben. Die öffentlichen Herbergen sind nicht so beliebt da sie meistens nicht so sauber sind. Hier ist alles in Ordnung und ich hoffe auf eine ruhigere Nacht.

Noch ein Wort zu den Grenzen. Meine Strategie durch den Tag zu kommen sieht so aus:

  • Morgens einen doppelten Espresso und ein Croissants
  • Vormittags langsames Gewandere
  • Gegen Mittag (wenn möglich) ein riesen Spezi mit viel Eis und eine Kleinigkeit zu essen.
  • Danach langsames antraben und wenn es hart wird den Booster einschalten. Das sind Lautsprecher in die Ohren und volle Rotze AC/DC rauf,- das wirkt Wunder.
  • Abends soll dann richtig aufgetischt werden.

Es ist in der Tat so das sich nach einer gewissen Zeit und Anstrengung Hormone (ich nenne sie körpereigene Morphine) freisetzen. Das passiert nicht immer aber wenn dann geht’s ab. Man fühlt sich als könne man den Weg an einem Stück laufen. 🙂

Und da diese für heute schon verbraucht sind krabbel ich jetzt noch 1KM in den Nachbarort um Essen zu fassen.

Tag 6 22KM a Pena – Lourenza

Galicien,- es geht stetig auf und ab, so kennt man das. Überwiegend geht’s auf kleinen Straßen und befestigten Wegen voran. Bei besten Wanderwetter ging sich alles gut an, ein paar kleinere Zipperlein zeigen sich in den Knien und Füßen. Bislang keinerlei Anzeichen von Blasen, ich denke die Wahl der Schuhe hat diesmal richtig gut gepasst (siehe auch Seite „Ausrüstung“)

Was ich für mich festgestellt habe,- ich laufe am liebsten alleine. Kein Gequatsche oder sonst was soll meine Ruhe stören. Das ist nicht ganz so einfach weil hier ganz schön was los ist. Als ich die anderen Etappen in 2015 und 2017 gegangen bin war das noch anders.

Die meisten Pilger starten schon sehr früh um in den nächsten Herbergen ein Bett zu ergattern. Irgendwie gabe ich den Eindruck die sind auf einem Rennen anstatt auf dem Camino. Ich starte meistens gegen 8:30 / 9:00 Uhr und bummel gemütlich vor mich hin. Vorgebucht habe ich bislang nichts. Mein Motto: Der Weg wirds schon richten.

Jetzt bin ich in der privaten „Albergue Savior“. Es geht über drei Etagen und ist komplett ausgebucht, alles Dopoelstockbetten. Ein paar Gesichter trifft man immer wieder. Mit einigen hat man Spaß andere lässt man eher nicht so dicht ran.

Jetzt gehts erstmal einkaufen.

Tag 5 24KM Tapia – a Pena Vilela

Nachdem ich gestern in einer Kirche war und mit dem Stück Holz das dort an der Wand rumhing gesprochen habe, lernte ich in der Herberge Frau H. aus W. kennen. Bei einem gemeinsamen Essen gab’s interessante Gespräche. Heute sind wir gemeinsam nach Ribadeo gepilgert wo ihre Reise zu Ende ging. Danke für den netten Tag. Mein Zugang zum Camino hat sich auf jeden Fall um einiges verbessert.

Der Weg führte heute ein letztes Mal zum Meer. Asturien liegt jetzt hinter mir, mein Weg setzt sich in Galizien fort, ab jetzt wird es hügeliger. Da ich Ribadeo schon kannte bin ich noch ca. 6KM weiter gelaufen. Das war eine Empfehlung des Hospitaleros in Navia,- das hat sich gelohnt. Mitten in der Pampa gibt‘ eine Bar/Restaurant mit Herberge. Tiptop sauber und voraussichtlich sehr ruhig. Schaun wir mal was noch so kommt. Während ich das hier schreibe füllt sich der Laden. 🙂

Nachdem ich jetzt für 15€ lecker gegessen habe ist hier nicht wesentlich mehr passiert. Wir sind mit 7 Leuten in einer großzügigen 16 Bett Herberge und es ist total ruhig. Einzig die Strassenlampe leuchtet ins Zimmer. Was die hier in der Pampa soll ist mir schleierhaft. Irgendwas ist ja immer. 🙂

Tag 4 13KM a Carida – Tapia

„The same procedure as every day“, 6 Uhr und die Nacht ist zu Ende. Es wird gnadenlos geknistert, gesabbelt, beleuchtet und was Menschen sonst noch fabrizieren können. Entweder ist die Ignoranz der Pilger größer geworden oder mit dem älter werden wird man sensibler. Ich weiß es noch nicht. So richtig gut geht’s mir beim Laufen, einen Schritt vor den anderen und einfach die Natur genießen und den Gedanken Raum geben. Einfach mit sich selbst sein.

Um 8:30 Uhr war ich auf der Piste. Es ist bei bedeckten Himmel angenehm warm und lässt sich gut laufen. Vor allem mit Wandersocken in meinen Barfusswanderschuhen läuft es sich angenehm weich. Als sich der Himmel bedrohlich verdunkelt hab ich drauf gesetzt das der Weg es schon richten wird und ich meinen Regenponcho nicht benötige, man schwitzt darunter ziemlich doll. Als der Regen dann losging stand ich direkt vor einem Bushäuschen das für die nächste Stunde mein Domizil werden sollte. Nachdem der Regen aufgehört hatte bin ich die letzten 1,5KM zur Herberge getrottet. Diese hat ihren besonderen Reiz, sie liegt direkt auf einer Steilklippe am Meer. Wenn der „Chef“ des Hauses sein Radio ausschalten würde könnte man sogar das Meer rauschen hören.

So richtig angekommen bin ich noch nicht und ich habe mich selten so schwer getan in den Weg einzutauchen. Woran es liegt? Ich weiß es noch nicht.

Tag 3 11,5KM Navia – a Carida

Was geht ab in einer Pilgerherberge? Wir waren zu fünft (3 Franzosen, 1 Italiener, 1 Deutscher) in einer 24 Bett Herberge. Nachdem die Kontaktaufnahme am gestrigen Abend auf Grund des Alkoholkonsums der Kollegen und der damit verbundenen Sprachbarrieren gescheitert ist war ich um 22 Uhr im Schlafsack. Gegen 6 Uhr ging dann das Geraschel los. Das Benutzen von Plastiktüten ist immer noch ein alter Brauch unter den Pilgern. Egal, bis 8:30 Uhr bin ich noch weggenickt. Um 9 Uhr habe ich die Herberge verlassen und traditionell einen Espresso und Croissants gesucht. Nach erfolgreichen Frühstück ging es bei besten Wanderwetter ( 23°C und leicht bedeckt) auf die erste Etappe. Die Strecke war leicht hügelig, gut zu laufen und bot Möglichkeit der Einkehr. Auf dem Weg gab es ca. 12 Pilger/innen die ich gesehen habe, den Kontakt habe ich gemieden da ich eher mit meiner inneren Einkehr unterwegs bin und diese nicht stören will.

Nach 11,5 KM war ich um ca. 13 Uhr in a Carida. Die öffentliche Herberge kostet zwar nur 7€ und sah auch ganz sauber aus war mir aber zu abgelegen. Meine Sachen dort unbeaufsichtigt zu lassen schien mir etwas zu gewagt. Gelandet bin ich ein kleines Stück weiter in einer privaten 18 Bett Herberge. Picobello sauber und darauf wird auch geachtet. Keine Schuhe mit in den Schlafraum und der eigene Schlafsack darf auch nicht genutzt werden. Wer einmal Kontakt mit Bettwanzen hatte weiss wovon ich rede.

Da ich mich in Spanien befinde und das Leben am Nachmittag hier zum erliegen kommt ist die Zeit bis es z.B. was zu Essen gibt eher langweilig. Die Zeit vertreibt man sich mit schreiben eines Blogs, Körper und Ausrüstungspflege und der Planung des nächsten Tages. Abends beim Essen kann man sich mit anderen Pilgern austauschen. Allerdings sind es erstmal immer die gleichen Fragen „wo kommst du her, wo bist du gestartet und wo willst du hin? Wenn das überstanden ist kann es durchaus zu interessanten Begegnungen kommen. Man trifft Menschen aus der ganzen Welt.

In größeren Städten sieht das anders aus da gibt es immer was zu besichtigen. Hier auf dem Land ist eher der „Hund begraben“. Macht aber nichts, ich genieße die Zeit und freue mich auf alles was noch kommt.

Meine Koje.

Tag 2 350KM Bilbao – Navia (13.09.2022)

Gut geschlafen wache um ich 7:30 Uhr auf, ausreichend Zeit,- der Bus geht ja erst um 10 Uhr und das Ticket habe ich gestern schon gekauft.

Also erstmal raus für Espresso, Croissants und einkaufen für die Fahrt. Diese geht 8 Stunden und da will man ja mindestens nicht hungern müssen. Also rein in den Fahrstuhl, die 0 gedrückt, meine Zimmerkarte auf den Scanner gehalten und zack Licht aus. Als gelernter Elektriker die Situation sofort erfasst,- Stromausfall. Super, das Ganze auf 80cm² und die Notklingel geht natürlich auch nicht, von wegen kein Strom. Na gut,- locker weiter atmen. Nach einer kurzen Ewigkeit ging das Licht wieder an und ich konnte meine Fahrt ins Erdgeschoss fortsetzen.

8:10 Uhr bedeckter Himmel 29°C, alles bestens. Um die Ecke ein Frühstück eingenommen und um die andere Ecke eingekauft. Zurück zum Hotel und dort zu Fuß in den 5. Stock, die Höllenmaschine wollte ich nicht nochmal nutzen. Oben angekommen festgestellt das sich die Türen nur von innen öffnen lassen. Sind ja Fluchttüren und man flüchtet ja eher nach draußen als nach innen. Also wieder 5 Stockwerke runter um mit gemischten Gefühlen hoch zu fahren. Oben angekommen kurz geduscht Sachen gepackt und rüber zum Busbahnhof. Ich bin immer gern rechtzeitig vor Ort um dann festzustellen das mein Ticket den Einlass erst 20 Minuten vor Abfahrt öffnet. Also 15 Minuten gewartet um dann rechtzeitig am Bus 15 anzukommen. Irgendwie kam mir das alles spanisch vor denn auch um 5 vor 10 war keine Bewegung Richtung Abfahrt festzustellen. Nach einigen hin und her habe ich dann erfahren das der Bus auf Plattform 15 garnicht mein Bus ist, so wie es auf dem Ticket steht, sondern der Bus heute auf Plattform 14 fährt und noch nicht da ist. 20 Minuten später ging die Fahrt dann los. Auf nach Navia,- was sind schon 8 Stunden Busfahrt. 🙂

Neues aus dem Bus: Mir ist laaaaaaangweilig. 🙂

Nacdem ich heute Vormittag noch dachte das garkein Bus fährt bin ich pünktlich um 17:30 Uhr in Navia angekommen. Heute schlafe ich in einer Pilgerherberge. Wie man es kennt mit Doppelstockbetten und Plastikmatrazen. 24 Betten wobei vorhin nur 5 belegt waren. Schaun wir mal ob das so geblieben ist. 🙂

Tag 1 1850KM Hamburg – Bilbao (12.09.2022)

Die Fahrt von zuhause zum Flughafen war unproblematisch selbst der obligatorische Stau auf der A23 war überschaubar. Allerdings ereilte mich der erste Schock am Flughafen in Hamburg. Die Schlange zur Sicherheitskontrolle erstreckte sich durch den kompletten Terminal bis draußen über die Länge des Gebäudes. Meine großzügig gewählten 2,5h vor Abflug schienen bei weitem nicht ausreichend. Da ich seit 2019 nicht mehr am Flughafen war wusste ich nicht das es kaum noch Schalter zum einchecken gibt, das soll jetzt alles per selfcheckin funktionieren. Ging aber nicht, „der“ Gerät funktioniert nicht. Also doch zu einem Menschen und ab da hat alles reibungslos geklappt. Selbst die Megaschlange hatte sich auf wunderliche Weise aufgelöst. Zwar wurde, in der Sicherheitskontrolle, mein mitgebrachter Apfel als Handgranate identifiziert, diese Idee konnte aber schnell entkräftet werden.

Nach unspektakulären Flug war ich um 18:30 Uhr in Bilbao. Himmel bedeckt und 29°C. Ein Zimmer hatte ich im Vorfeld schon gebucht. Sehr klein, sauber, mit Klima und direkt am Busbahnhof morgen geht die Reise ja weiter. Abends noch eine Runde durch die Stadt, eine Kleinigkeit gegessen und um 0 Uhr Licht aus. Bilbao ist doch schöner als ich es vom letzten Besuch in Erinnerung habe. Man muß nur wissen wo. 😉

Bilbao 22:30 Uhr, 29°C

9 Kommentare

  • Deine Schwester sagt:

    Hey Erik,
    wir wünschen dir eine gute Tour
    Selbstverständlich folgen wir dir

  • Anneliese Hasenäcker sagt:

    Ich erwarte mit Spannung deine Berichte
    Die Muddi

  • Ralf (Ralle) Krauss sagt:

    Servus Eric,
    viel Spaß bei deiner Wanderung.
    Gruß Ralle aus dem wilden Süden

  • Die Hasen sagt:

    Moin Erik.
    Die ersten 2 Tage waren schonmal sehr lesenswertWir wünschen Dir noch jede Menge Spaß bei Deinen künftigen Abenteuern und sind gespannt auf neuesLass es Dir gut gehen.
    Liebste Grüße von Deinen Lieblingsnachbarn‍♀️‍♂️

  • ANGELA sagt:

    Viele Grüsse Erik, ich werde deine Tour verfolgen, bin gespannt:)
    L.G Angela

  • Hanna sagt:

    Viel Spaß!

  • Moin Erik,
    Dann man los. Wünsche Dir Erkenntnis-soll
    man ja auf diesem Weg haufenweise bekommen- und wenig Blasen. Freu mich deine Reise vom Sofa aus zu teilen.
    Lulu

  • Deine Schwester sagt:

    Hey Erik
    das loslassen vom Altag is auch so eine Sache
    Manchmal dauert es etwas länger sich auf was „neues/anderes „ einzulassen
    Geh deinen Weg mit offenen Augen und wachem Kopf…
    Wir begleiten dich in Gedanken, fühl dich gedrückt

  • Deine Schwester sagt:

    Hallöchen Erik
    es macht immer wieder Spaß deine Berichte zu lesen
    Das mit den Unterkünften wäre ja nicht so meins AC/DC in den Ohren schon
    Wetter mäßig bist ja gut dabei.
    Weiter frohes wandern

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